Lehmann reloaded

19 Jun

Wer kann sich nicht an den Hannoveraner Balljungen erinnern, der Lehmann bei einem Einwurf in Hannover nicht den Ball gab, bis Lehmann sich deutlich ungehalten zeigte, verbissen und unprofessionell.

Beim VfB spielte er noch zwei Jahre nach seiner Zeit bei Arsenal, aber kam er da richtig an? Funktionierte er im VfB-Team? Hatte er in seinem Stutzen einen Zettel mit Gebrauchswanweisung für den VfB?

Ich weiß nicht, bin nicht überzeugt und Roman Weidenfeller steht im Schaufenster der Bundesliga mit Sale-Schildchen. Bei Dortmund haben sie ihren 13-Jahre-beim-Verein-spielenden Torhüter arg unsanft auf die Resterampe geschoben, aber ob er beim VfB funktioniert? Als Torhüter, hallo, keine Frage, aber fürs Binnenklima? In der Hierarchie? ICh bin skeptisch..

Transferpolitik oder das Treiben der Kuh durch das Dorf

18 Jun

Es ist herrlich, die Mein-VfB-App täglich aufzurufen. Wie es der Vertikalpass schon so treffend beschrieb, wird jeden Tag eine neue Medien-Kuh durch das Stuttgarter Ländle getrieben und es werden Namen ins Rund geworfen, das sogar die Kurve der Großaspacher beben würde ob der Fülle.

Dass Rüdiger geht, scheint relativ festzustehen und dieser Transfer macht auch Sinn. Er spült viel Geld in die klammen Kassen, lässt einen wechselwilligen Spieler ziehen (der junge Boateng mit all seinen Talenten und Fehlern:)) und verhindert, dass andere Spieler abgegeben werden müssen.

Was uns zum zweiten Namen führt: Didavi. Die StZ und die StN waren ja so stolz, etwas vermeintlich Neues herausgefunden zu haben, da sie scheints in Erfahrung gebracht hatten, welche Höhe das Jahresgehalt von Didavi in Stuttgart oder unter dem Bayer-Kreuz beträge. Dies wurde in zahlreichen Artikeln publiziert, und wie Didavi schon auf dem Absprung stehe. Jetzt wird wieder zurückgerudert.

Mich lehrt der Ulreichtransfer folgendes: Alles hielt dicht, sogar die Stadt an der A8. Und plötzlich tauchte der unaussprechliche Name eines Torhüters auf, den keiner auf der Rechnung hatte (Wie auch, konnte ja auch keiner schreiben;)). Das spricht für mich eindeutig für eine geschickte Transferpolitik von Robin Dutt. Und das gefällt mir.

Irgendwelche Woods, Italiener oder Mexikaner (eher unwahrscheinlich, die gehen ja jetzt nach Frankfurt – es muss einen verdammt billigen Umzugsservice von Stuttgart nach Frankfurt geben, wenn der so oft genutzt wird, oder ist es der Mengenrabatt, der da alles wieder reinholt? Oder etwa die Perspektive?), die kommen sollen, glaube ich erst, wenn das Foto mit dem Trikot geschossen wird. Also, es wird noch viel Wasser den Neckar runterfließen, noch viele Kühe..äh..Namen werden genannt und noch viel wird über diesen und jenen gebruddelt werden.

Mein Fußballtraum

17 Jun

Der VfB und sein Sponsor PUMA bietet momentan die Möglichkeit, ein Mannschaftstrainingmit den Profis zu gewinnen. Elf Plätze sind zu ergattern und die Teilnahme ist leichter als bspw. bei Paulaner, die immer elf Mann für ein Spiel gegen die Bayern suchen, dafür muss man ein Video einschicken (nein, ich instrumentalisiere nicht meine Katze zu süßen Videos mit Ball;)).

Da ist es beim VfB geerdeter, sozusagen eine sichere Bank (gell, Ulle;)): Teilnehmerkarten sind auszufüllen, dann ist man im Topf für die Auslosung. So analog ist es, dass man seinen Popo nach Stuttgart schwingen muss, um es in einem der ausgesuchten Sportgeschäfte die Teilnahme zu bewerkstelligen.

Da ich weit weg von Stuttgart wohne, musste ich meine Schwester nötigen, die vor Ort ist, die Karte für mich auszufüllen. Mit Freude (hier trieft die Ironie) ist sie dieser Aufgabe nachgegangen. Jetzt bin ich mit dabei, ich träume von einer Auslosung und lasse am besagten Termin alles liegen und stehen, um auf dem grünen Rasen zu stehen.

Bisher war ja mein teuflischer Plan, Ulle so eine einzuschenken, um ihn an seinem Beruf zweifeln zu lassen (ihr merkt, es ist ein Traum). Die Realität hat mich nun eingeholt, Ulle ist gar nicht mehr im Kasten zu finden (Wobei ich überhaupt nichts gegen seinen Wechsel habe, 17 Jahre beim VfB mit allen Höhen und Tiefen, da darf man doch auch mal zu den Bayern, auch wenn es nur die Bank ist oder vielleicht spielt er ja die Pokalrunde, siehe Peps Vorgängerverein).

Nun ist meine nächste Hoffnung, einmal Georg “Schorsch” Niedermeier zu tunneln, gelingen könnte mir das, aber danach wird es mir wohl nach einer saftigen Grätsche nicht mehr gut gehen, aber, hey, einmal von Niedermeier humorlos umgegrätscht werden, herrlich, ich spüre schon Phantomschmerzen :)

Jetzt geh ich ins Bett, mir fällt sicher noch was ein für meinen Traum..

Ulreichs Abgang

16 Jun

Zuerst einmal, ich mag Sven Ulreich. Ein Eigengewächs, immer nett, sehr engagiert. Damals unter Veh (das war doch der, der gleich zweimal bei der Eintracht in drei Jahren anheuerte) durfte er zum ersten Mal ran, war aber noch zu jung und flattrig.

Als er dann Stammtorhüter wurde, galt ihm meine ganze Hoffnung. Ich vergesse bis heute nicht, wie er damals in der Saison 2010/11 in Frankfurt am 24. Spieltag Weltklasse, aber wirklich Weltklasse, hielt. Der VfB nach 15 Minuten zu zehnt (Delpierre Tätlichkeit gegen Mike Franz – ob man es ihm vergällen darf?) und die EIntracht hatte Chancen en masse, Gekas mit Tausendprozentigen, und Ulreich hielt alles. Gestorben bin ich auf der Tribüne x-mal. Hammer!

Aber seit vorletzter Saison beschlich mich das Gefühl, dass er sich nicht weiterentwickelt. Trotz Andreas Menger wurde aus Ulreich kein Strafraumbeherrscher, keiner, der unbedingte Ruhe ausstrahlt und so abgewichst ist wie ein Neuer, die coole Sau und vorallem ist Ulreich kein Fußballer, kaum ein Abschlag kommt an, er beschleunigt das Spiel nicht. Seitdem wünsche ich dem VfB einen Torwart, der den Verein weiter bringt.

Also, Ulreich ist sehr sympathisch, nur seine Fähigkeiten sind nicht überdurchschnittlich.

Nachlese

31 Mai

Es setzt schon langsam die Fußballsehnsucht wieder ein und auch dieses Mal wird es wieder ein Hoffen auf neue Besen sein, die uns den Saisonstart versüßen sollen, aber der Reihe nach:

Viel ist passiert in den letzten Tagen. Ein Abstiegsfinale überstanden, einen Trainer verabschiedet (ich bin an der Statuebauen für Huub dran, bis jetzt musste letzten Samstag erst einmal ein Huub-Konzert reichen!), einen neuen Trainer bekommen, eine Pressekonferenz mit Abrechnung und weiterem neuem Personal und dazu der Abfall der ganzen Spannung, die sich seit März angesammelt hatte.

Das Spiel gegen Paderborn.

Ein Spiegelbild der Saison und herrliches Anschauungsmaterial für das neue Trainerteam (das wir einmal Andre Trulsen als Co kriegen, hätte ich mir auch nicht träumen lassen). Eine Abwehrreihe, die das Slackertum auf dem Platz zelebrierte und wie auch sonst zu seinen Gegentreffern kam. Und ein Sturm, der sich mühte und mühte. Wie Kostic immer gegen zwei geht, ist wirklich phänomenal, obwohl er nie von seinem Mitspieler unterstützt wird. Zum Glück der Ausgleich – sehen wir hinweg über die Chancenverwertung Dortmundscher Prägung – durch Harnik. Und der Vfb war auch wiederum das bessere Team. Die und Rüdiger, die rocken schon das Feld!

Und dann die Zitternummer in Halbzeit zwei, in der zu Beginn sich der VfB immer schwer tut (Verstehen die Spieler Huubsches Holländisch nicht?). Von Minute 50.-70. freundete ich mich mental mit der zweiten Liga an (“Ist doch auch mal nicht schlimm”, “Mussten auch schon andere gehen”, “Kenne ich noch nicht, warum nicht?”, “Wir kommen frisch gestärkt zurück” – Durchhalteparolen zum Abwinken!), und auch der Vfb schlich sich nur noch über den Platz – während die Konkurrenz davon zog.

Und dann die 72. Minute: Wer sonst, wenn nicht die Nummer 33! Maxim auf Ginzcek, umkurvt und rein das Ding.

Aber keine stolze Brust oder ein abgeschlossener Konter, jetzt drehte die Stuttgarter HIntermannschaft so richtig auf und zeigte Großes auf dem kleinen Paderborner Platz. Pässe wurden schlampig gespielt (erinnert sich noch jemand an die Schlussminuten des Hoffenheim-Spiels? Ich hatte da so ein Déjà-vu..), die Außen ließen die Paderborner durch, Ulreich stolpert über seine eigenen Vorderleute, Schußmöglichkeiten ergeben sich – nur nicht für uns. Ich glaubte erst nach dem Schlussßpfiff an die Rettung. Die zum Glück kam!

Zur dritten Halbzeit, man kann auch als einziger VfB-Fan in einer bayerischen Stadt groß aufdrehen. Dementsprechend war Sonntag der Kater groß..

[Fortsetzung folgt]

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