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Hüpfen hier und dort und überall

11 Dez

Raffiniert, wie Robin Dutt das eingefädelt hat. Jetzt hat er es endlich raus, den Bogen. Zu viele Stümper, zu viele Vorwürfe, zu viel Klein-Klein. Wie die Abwehr endlich stabilisiert, wie aus einem Irrlicht ein guter Torhüter wird, die Sturmreihe effektiv spielend und das Mittelfeld unabhängig von Didavi seiend, die Trainerfrage ist der Schlüssel zum Glück und Robin Dutt lässt sich Zeit bis Weihnachten, der Zeit der Liebe, aber auch der Wunder, um seinen Trainer aus dem Hut zu zaubern:

Ein schillernder Vorname – check, ein kompetenter Fußballverstand – check, ein Land, das viele gute Trainer hervorgebracht hat – check, Empfehlung von Ottmar Hitzfeld – check, das richtige Alter – check, der richtige Spielansatz – check, aber, und das macht die Sache zu einer besonderen, die geheime Wunderwaffe, der “Wundermann” unter den Trainern:

Pierluigi Tami. Wir erinnern uns, Tami, das war doch der etwas depperte Bär aus der Gummibärchenbande!

Und was verhalf ihm zum Sieg gegen die Bösen? Der Gummibärchensaft! Danke, Robin, jetzt haben wir es geschnallt, dieser Torso an Mannschaft kann nur mit Zauberkräften geholfen werden. Endlich bringt es mal einer auf den Tisch, weg mit möglichen Medizinbällen, der Gummibärchensaft muss her. Niedermeier wird wie Cubbi über das Feld hüpfen, Die wird Sunni als Prinzessin des Mittelfelds würdig vertreten, Timo Werner zaubert vorne den gegnerischen Torhütern die Bälle nur so ins Netz. All das dank des Saftes von P. Tami..

..Seien wir ehrlich, meine These ist, wenn Favre nicht kommt, mit Abstrichen Luhukay, steigt der VfB diese Saison ab. Denn ob die Trainer Schwartz (Sandhausen rockt), Schuster (Rausch in Darmstadt ausschlafen), Korkut (von der Leine), Yakin (Typ Balakov) heißen, das hilft in der jetzigen Situation, bei der der Karren an die Wand gefahren wurde, nicht mehr.

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Eilmeldung: Tuchel wollte VfB II in der 3. Liga übernehmen

9 Dez

Wie der Sportdirektor, Robin Dutt, auf Anfrage bestätigte, waren die Verhandlungen im März 2015 so weit gediehen, dass es nur noch um letzte Details ging: Thomas Tuchel, der bayerische Schwabe, der in der Jugendabteilung des VfB arbeitete, beabsichtigte, die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart zu übernehmen: „Mit jungen Spielern zu arbeiten, diese anzuleiten, zu entwickeln – all dies stelle ich mir als eine ausfüllende Tätigkeit vor“, ließ er die Verantwortlichen des VfB Stuttgart wissen. Jürgen Kramny sollte ihm unterstützend zur Seite stehen, Marc Kienle, zuletzt bei Wehen Wiesbaden beschäftigt, als Scout arbeiten. Als Ziel hatte man sich den Aufstieg auf die rot-weißen-Fahne geschrieben: „In drei Jahren spielen wir gegen RB Leipzig um Punkte in der zweiten Liga.“..

Wenn ich noch einmal vage Vermutungen, Halbgares, unseriöses Geschwätz höre zum Thema Tuchel (der Letzte in der Reihe war Oliver Fritsch in der ZEIT, Link: http://www.zeit.de/sport/2015-11/alexander-zorniger-vfb-stuttgart-entlassung-robin-dutt), der, ach, hätte nicht, wollte nicht, unbedingt von Herzen etc., nicht alles dem VfB versprochen war. Jeder nutzt die Gerüchte, um seine Meinung zu untermauern: Dutt ist ein schlechter Manager, da er Tuchel von der Angel ließ; Dutt sei ein besonnener Mann der Politik der ruhigen Hand, der keine Luftschlösser mit Tuchel baute (da er wusste, dass ein Tuchel niemals Salzstreuer in italienischen Edelrestaurants mit Guido Buchwald über den Tisch schob), ein jeder, wie er es braucht.

Bitte, lasst das Thema Tuchel ab jetzt raus, über ungelegte Eier philosophieren, brachte bisher wenig..

Züruck in die Zukunft? – Zur aktuellen Trainerfrage beim VfB

25 Nov

Schneller als gedacht ging es, was einerseits offenbart, wie tief der Riss zwischen Trainer und Mannschaft, aber andererseits auch zwischen Trainer und Vorstand war. Zorniger, der Unbiegsame, propagierte den Merkel-Kurs („alternativlos“) als Fußballtrainer und überforderte damit das Team in allen Mannschaftsteilen (Ja, nicht nur die bedauernswerte Abwehr). Das Experiment „Überfallfußball“ scheiterte damit genau einem Jahr nach Rücktritt von Armin Veh, was wiederum uns den dritten Trainer nach ihm bringen wird.

Es erinnert einen an den Filmklassiker „Zurück in die Zukunft“; Veh kam als Sehnsucht nach alter Größe, Zorniger als Speerspitze des modernen Fußballs, der das Angriffsfußballgen dem VfB auf allen Ebenen einpflanzen sollte. Mit welchem Ansatz soll man es jetzt probieren?

Mit Langner scheint der Torwarttrainer bereits festzustehen, ein alter Spezi von Dutt. Ist dies ein Fingerzeig für die Trainerwahl?

Die Kandidaten (nach Favoriten geordnet):

Favre, Lucien

unbestritten der „Professor“, ein absoluter Fachmann. Hat Mönchengladbach von einem Abstiegskandidaten innerhalb von dreieinhalb Jahren in die Champions League geführt. Es enden alle Trainerstationen dubios (absurde Pressekonferenzen und jeweilige Transfergerangel im Vorfeld), aber die geleistete Arbeit ist jeweils hervorragend.

Alle sprechen immer von Stallgeruch (als ob das für irgendetwas qualifizieren würde), aber hier kommt mein Argument: Hat in der Schweiz in der C-Jugend Ludovic Magnin trainiert, wer da nicht den kommenden deutschen Meister bereits trainiert hat:)

Und wer Martin Stranzl aus Russland holt und ihn zu einem der besten Innenverteidiger macht, das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Kann zudem mit Talenten arbeiten.Ebenso ein Grund: Vielleicht überlegt es sich Didavi und Kostic noch einmal anders, bevor Didavi beim nächsten RB-Klon Roger S. zum Überfallfußball blasen muss.

Zwei Punkte sprechen (noch) dagegen:

Dutt hätte es mit einem besseren Trainer als ihm selbst zu tun, der menschlich auch schwierig sein kann, ob das harmoniert und Dutt sich darauf einlässt? Und, hat Favre überhaupt Bock drauf? Ein seit Jahren vom Abstieg bedrohter Verein? Was für beide spricht ist die blanke Not: Dutt ist angreifbar geworden durch die gescheiterte „schwäbische Revolution“ und auch Favres Ruf hat durch sein Ende in Gladbach gelitten, eine wunderbare Möglichkeit für beide, sich zu rehabilitieren.

Daher für mich: Mein absoluter Favorit!

Luhukay, Jos

ein Fachmann. Überzeugte durch Spielphilosophie und Arbeit in Augsburg und Berlin, die Aufstiege zu stemmen war mit vorgegebenem Kader nicht einfach, daher kann er aus wenig viel holen (würde uns helfen:)

Für mich: Gute Wahl!

Gisdol, Markus

kommt von Hoffenheim. Da hatten wir doch schon einmal jemanden, ah, richtig, den Nationaltrainer von Jamaika, Winnie Schäfer. Kam damals von Karlsruhe nach Stuttgart und wollte alles besser machen, ging ordentlich schief. Ähnliche Vorbehalte habe ich gegen Gisdol, war mal in der Jugend in Stuttgart (wer war das eigentlich nicht in der Bundesliga und trotzdem nie Trainer des VfB..Klopp..Tuchel..). Kann als Trainer aber überzeugen.

Aus Antiphatie zu seiner vorherigen Trainerstation: Bitte nicht.

Korkut, Tayfun

Da dringt einem wieder der Stallgeruch in die Nase, da Jugendtrainer beim VfB. Blieb in Hannover für mich blass, ging sang- und klanglos von der Leine. Dutt hätte mit ihm einen idealen Kandidaten, der ihn aber nicht weit bringen würde (außer in seinem Machtumfeld).

Für mich: die ungünstigste Wahl, laut Presseartikeln die wahrscheinlichste..

Ich hoffe weiter und fühle mich nach der Entlassung wirklich erleichtert. Es war doch ein Irrweg, bin auch schon viel weniger zornig(er)

Heute keine Wortspiellust im Titel, zu nieder-geschlagen

21 Nov

0:4 gegen die Fuggerstädter, also den 18. der Liga. Mit den zweitmeisten Gegentoren. Mit einer Mannschaft, die sich durch die Euro-League zuviel diese Saison aufhalst, mit einer Mannschaft, die keine Stufe nach oben findet. Und diese bürsten uns daheim mit 0:4 ab. Und das, obwohl das Stadion voll war, trotz Terrorgrummen in der Magengegend. Alle machen sich bei diesem Sauwetter auf, den VfB zu unterstützen. Und dann das.

Eine heillose Mannschaft, kein Zentrum, kein Zugriff der Abwehr, tölpelhaftes Verhalten der Viererkette, ein Torwart, dessen Kasten zur Schießbude wird, ein Mittelfeld, was nicht mittendrin ist und ein Sturm, der ein laues Lüftchen vorne abgibt. Es ist grotesk. Heute hat man deutlich gesehen, der Karren ist an die Wand gefahren. Die Abwehr ist nicht erstligareif und der Kader beinhaltet eine Unwucht. Sobald Leader wie Die ausfallen, knallt alles zu Boden, ist keine Statik mehr im Spiel vorhanden. Traurig..

Ich bin heute echt schlechter Stimmung und unke richtig. Aber nach zwei Katastrophensaisons jetzt wieder im Schlamassel gefangen. Autsch! Alle schöne Hoffnung, die man sich jede Saison aufs Neue macht, jedes Spiel, das man mitfiebert und die Zeit und das Engagement, das man dabei draufgehen lässt, es ist einfach nur traurig.

Ich würde sagen, es hilft alles nichts:

Zorniger rauswerfen und den besten Trainer auf dem Markt holen und mit ihm in drei Jahren international vorspielen, Lucien Favre, übernehmen Sie!

Oder was meinst ihr, RundumdenBrustring, Abiszet oder Heinz Kamke?

Blick in die Glaskugel oder Zornigers Nachfolger?

10 Okt

“Bitte, einmal nur, bitte, einmal will ich schreiben wie die Redakteure der Stuttgarter Zeitung, bitte, immer neu die Diskussion anfachen, mit alten Namen konglieren, neue in den Ring werfen und schön die Trainerdiskussion am Köcheln halten.”

“Na gut, dann tu es, wenn du es nicht lassen kannst!”

“Auhja, los geht es:

Alexander Zorniger ist 48 geworden, Gratulation! Nur, wird dieses neue Lebensjahr sein glücklichstes? Leider spricht vieles dagegen, zuvörderst der VfB, Verein fehlender Burztaggeschenke (wollen ja schön schwäbisch bleibe, noi?). Trotz “3-Weltkriegsausbrüche ab Anpfiff” (Zitat irgendeines verdienten VfBlers, von denen es ja viele gibt, warum spricht eigentlich nur Bobic und noch kein Buchwald oder der schöne Hansi?) und Permanentangriffsfußball mit unzufriedenem Offensivpersonal (Der Florian Klein ist doch wohl nur so glücklich bei der österreichischen Nationalmannschaft, weil Mannschaftskamerad Martin Harnik nicht immer mit so-einer-Flunsch rumläuft. Keiner redet hier von Didavi..) gelingen keine Punkte. Es ist wie bei Quizduell, zum Spaß in den Tests gewinnste immer, spielst du ein Turnier, biste mit wenig Punkten schnell Letzter und dann raus. Der berühmte Knoten, der platzen muss und ein Robin Dutt im Dauer-täglich-grüßt-das-Murmeltier-wir-bleiben-ruhig-Mantra sind die Konstanten der Saison. Aber wer stünde eigentlich als Nachfolger bereit, hätte der VfB an Weihnachten immer nur noch 4 Punkte (da fällt mir ein, was ist eigentlich mit unserem zweiten Aussie Mitch Langerak?):

  1. Kloppo ist ja schon weg (das wäre sicher eine großartige StZ-Ente geworden, aber nein, an der Anfield road waren sie schneller).
  2. Lucien Favre, taktisch-strategisch der Monsieur des deutschen Fussballs, macht sogar aus Georg Niedermeier einen antizipierenden, viererkettenverschiebenden, polyvalenten Abwehrspieler (würde ihn aufbauen wie Martin Stranzl, herrlich!) und frei. Würde als Dauerbruddler auch der schwäbischen Seele entsprechen, nur, leider leider, nicht immer leicht im Umgang mit seinem Personal, würde schnell  zu Zerwürfnissen führen und zu ständigen Reibereien.
  3. Huub Stevens. Keine weiteren Worte (da fällt mir ein, ich wollte doch noch ein Foto meiner Huub-Statue ins Netz stellen, kommt!), wobei die Kurve auch immer erst sehr (fast zu) spät kam, ist er aber der Erneuerer? Dreht das Rad wohl wieder zurück wie anno 1815 die Monarchen beim Wiener Kongress die Geschehnisse vor den Stand vom 14. Juli 1789, dem Tag der Französischen Revolution, also, eher status quo statt Zukunft.
  4. Markus Kauczinski, ja, ich weiß, mit Exporten vom KSC haben wir uns noch nie gut geschlagen (wobei Torhüter vom Club auch nicht erste Sahne waren), man denke nur an Winnie Schäfer und sein missglücktes Engagement, aber dieser Trainer ist frisch, erfolgreich und stellt eine gemäßigtere Variante dar als Zorniger, warum denn nicht? Ist aber erst ab Juli frei..

Soweit der Blick in die Glaskugel und um den Kollegen von der StZ ein paar neue Ideen zu liefern und um meine Gedanken zum BuLi-freien Wochenende einmal schweifen zu lassen. Bin auf eure Ideen gespannt!

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