JAKO entschuldigt sich. Oder so.

4 Sep

Nur ganz kurz, da es mir wichtig ist, aber ich keine wirkliche Zeit habe, es so gut auszudrücken, wie andere.

JAKO hat gestern Abend, schön spät nach Redaktionsschluss, eine Pressemitteilung zur Abmahnaffäre rund um Blogger Trainer Baade veröffentlicht.

Dogfood hat dies heute auf allesaussersport.de gewohnt kompetent analysiert.

Und hinweisen möchte ich auch noch auf die, in meinen Augen gelungene, Detailkommentierung der PM von Zechbauer in seinem Blog Fernglas FCB.

Meine persönliche Meinung: Ich bin froh, dass es so aussieht, als ob die existenzielle wirtschaftliche Bedrohung für Frank Baade erst einmal vom Tisch zu sein scheint. Das war das wichtigste und ich „freue“ mich (abstrakt betrachtet) darüber, dass es „das Internet“ geschafft hat, hier für ein so großes Echo zu sorgen, dass eine Firma festgestellt hat, dass man nicht einfach so unliebsame Meinungen per Drohkulisse unterdrücken kann.
Das ist hoffentlich eine Lehre, die auch andere Unternehmen dieser Sache ziehen werden – nämlich die, dass es im Internet (und eigentlich fast immer im Leben) Sinn macht erst den Weg des Dialogs zu beschreiten, bevor man sich an die Rechtsanwälte wendet. JAKO wird dies sicherlich aus dem für sie doch recht katastrophalen Zwischenfall gelernt haben, da nun durch diese Geschichte das „Online-Image“ der Marke bis auf Weiteres sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ein Beigeschmack bei der Sache bleibt nach wie vor übrig, was vor allem die Rolle der sich u.a. auf „IT-Recht“ spezialisierten Anwaltskanzlei Horn & Kollegen betrifft. Es erweckt doch den Anschein, als ob die Leute, die dort mit dem Fall betraut wurden, zumindest fahrlässig für ihren Klienten agiert haben, berücksichtigt man eben jene angebliche Spezialisierung und zudem die Tatsache, dass es hinreichend Belege für den so genannten Streisand-Effekt gibt.
Spitz formuliert gibt es da zwei Varianten: Entweder man hat ohne Rücksicht auf das Image des Klienten gehandelt, weil es halt gutes Geld dafür gibt. Oder man hat die Auswirkungen selbst nicht geahnt, was für eine Kanzlei, die so für sich wirbt, keinen guten Eindruck hinterlässt.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass die Anwälte hier kein sonderlich gutes Bild abgegeben haben und gerade da die zuständige Anwältin ja auch laut ihres Profils als Mediatorin tätig ist, hätte man hier vielleicht etwas mehr Mitdenken der Kanzlei erwarten können. Aber gut, da ich nicht wissen kann, wie genau die Abläufe waren und wer wem welchen Auftrag wann und wie erteilt hat – dementsprechend ist halt vieles im Bereich der Spekulation.

Zu guter Letzt bin ich dann noch gespannt, wann es eine Reaktion vom Trainer Baade selbst gibt und wie diese ausfallen wird.

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Eine Antwort to “JAKO entschuldigt sich. Oder so.”

  1. Wann September 8, 2009 um 1:04 am #

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30762/1.html – Abschnitt „Hassinhalte“

    Da könnte klar werden, worauf die Anwälte hinaus wollten.

    Irgendwie bekomme ich Lust, die Piratenpartei zu wählen. 🙂

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