Im Zeichen der Rotation

4 Sep

Okay, mir ist gerade irgendwie nicht nach großartigen Einleitungen, deswegen kommen wir mehr oder weniger ohne große Umschweife mal zu einer Kurzeinschätzung des Kaders, basierend auf dem angestrebten 4-4-2 mit Doppelsechs. Schließlich sind jetzt (endlich!) alle Transfers durch und zumindest für die nächsten 13 Spieltage haben wir halbwegs Ruhe mit allen Transferdiskussionen. Halbwegs, wie gesagt.

Der Kader 2009/2010 [Q: vfb.de]

Der Kader 2009/2010 (Q: vfb.de)

TORWART
Keine Frage, hier ist Jens Lehmann absolut gesetzt und in sportlicher Hinsicht nach wie vor unumstritten. Nichtsdestotrotz wurde unter den Fans immer wieder diskutiert, ob man hier vielleicht nicht doch schon mal aktiv werden sollte, um einen Nachfolger aufbauen zu können, da gemeinhin den beiden jüngeren Kollegen Stolz (25) und vor allem Ulreich (21) nach früheren Auftritten nicht allzu viel zugetraut wird.
Vielleicht wäre es nicht soo verkehrt gewesen, wenn Lehmann nach dem Subotic-Zwischenfall für ein paar Spiele gesperrt worden wäre, um so die potentiellen Nachfolger mal wieder etwas austesten zu können, vor allem Ulreich, der ja schon diverse BuLi-Einsätze (durchwachsen) hatte – aber das ist nun mit der Saison 07/08 auch schon ein paar Tage her. Es bleibt halt die Frage, was nach Lehmann kommt…
Fazit: Mit Lehmann haben wir hier Weltklasse verfügbar, sowie prinzipiell Talent in der Hinterhand. Definitiv BuLi-Spitze-tauglich.

RECHTE AUSSENVERTEIDIGUNG
Ich würde fast wagen zu behaupten, dass wir hier neben der Position des zentralen defensiven Mittelfelds die höchste quantitative und qualitative Dichte verfügbar haben. Der alte Platzhirsch Osorio wurde Ende der vergangenen Saison durch Youngster Christian Träsch abgelöst, der nun wiederum verletzungsbedingt durch Neuzugang Stefano Celozzi ersetzt wurde – alles drei Spieler, die das Potential haben in der Startelf zu stehen, ohne dass einem die Schweissperlen auf der Stirn stehen müssten. Dementsprechend ist es mir persönlich halbwegs egal, aber ich denke dass Träsch die inoffizielle Nummer 1 auf der Seite ist, gefolgt von Schlotzi und Oso. Wobei ich den Ex-KSCler ehrlich gesagt ganz gerne auch auf der linken Seite sehen würde, wenn Träsch nach der Länderspielpause zurückkehrt.
Fazit: Hier sind wir meiner Meinung nach mit für die Liga sehr guter Qualität ausgestattet – die Frage ist, ob es bei den Jungen schon für die Champions League reicht. Aber nur dort können sie sich bewähren.

INNENVERTEIDIGUNG
Okay, gerade habe ich was vergessen, denn auch die IV weist grundsätzlich eine sehr hohe quantitative und qualitative Dichte auf. Matthieu Delpierre halte ich für einen der wichtigsten Spieler im gesamten Team des VfB, eine absolute Bank, an dessen Seite Serdar Tasci zum Nationalspieler gereift ist. Ich hoffe, dass jener Tasci nach seiner jüngst ergangenen Vertragsverlängerung so langsam auch wieder zu seiner Topform gelangt, denn bisher enttäuschte er doch etwas. Da hinter diesen beiden potentiell Gesetzten aber zwei weitere sehr vielversprechende Kandidaten mit den Hufen scharren, ist auch hier die Rotation durchaus unproblematisch möglich. Zum Einen haben wir mit Boulahrouz einen international erfahrenen holländischen Nationalspieler, der seine Klasse bisher beim VfB noch nicht ganz abrufen konnte. Und zum Anderen gibt es mit Georg Niedermeier ein sehr viel versprechendes Talent, dass bei seinen bisherigen Auftritten schon einige gute Eindrücke hinterlassen konnte – er hat lediglich den Makel, nur noch bis Ende der Saison von den Bazis ausgeliehen zu sein. Hier ist es sehr schade, dass es bislang nicht gelang Niedermeier fest zu verpflichten, um hier für die Zukunft eine perfekt besetzte Position zu schaffen.
Fazit: Auch hier haben wir meiner Meinung nach sehr hohe Qualität, die höheren Ansprüchen genügt bzw. genügen sollte.

LINKE AUSSENVERTEIDIGUNG
Schon mehrfach habe ich an dieser Stelle sowie in meinem anderen Blog deutlich gemacht, dass ich die Position des Linksverteidigers bei uns für nicht gut genug besetzt erachte. Das ist im Grunde auch mein größter Kritikpunkt am Transferverhalten des Vereins, dass hier nichts gemacht wurde. Klar, Linksverteidiger von Top-Niveau sind rar gesät und meist nur für viel Geld zu bekommen, aber irgendwas hätte man hier meiner Meinung nach tun müssen. Weder Boka noch Magnin, die beide an guten Tagen klasse Spieler sein können, weisen die Konstanz auf, um beruhigt mit dieser Doppelbesetzung in eine Champions League Saison zu gehen. Meine kleine Hoffnung ist, dass vielleicht Celozzi in der Lage ist, diese Position übernehmen zu können, was nach der Genesung von Träsch eine Option sein könnte und auch in der Vorbereitung schon mal probiert wurde. Klappt dies nicht, ist die Rotation zwischen Boka und Magnin im Grunde nur eine Rotation aus Qualitätsmangel.
Fazit: Das Personal auf dieser Position genügt in der derzeitigen Form maximal durchschnittlichem Bundesliganiveau und ist die Schwachstelle im Kader des VfB – vor allem da der andere Linksseiter Hleb seine Stärken eben eher in der Offensive hat.

DEFENSIVES MITTELFELD
Wie schon erwähnt, schlagen sich um diese Schlüsselposition im Stuttgarter System rein nominell insgesamt 7 Spieler. Die Erstbesetzung ist natürlich erst einmal das Duo Khedira und Hitzlsperger, der allerdings bei vielen Fans momentan nicht sonderlich wohlgelitten ist aufgrund eher phlegmatischer Auftritte in der letzten Zeit. Ihr Backup war eigentlich Martin Lanig, der allerdings erst in der Rückrunde wieder einsatzbereit ist, so dass der VfB am Montag noch einmal zuschlug und für die angebliche Rekordsummer von 8 Mio. € den jungen Serben Zdravko Kuzmanovic vom AC Florenz verpflichtet haben. Für mich, ganz ehrlich, eine absolute Wundertüte, die ich gar nicht einschätzen kann, da mir völlig unbekannt. Aber der Verein wird hoffentlich ebenso seinen Grund dafür haben, dass man eine so hohe Summe für Stuttgarter Verhältnisse investiert hat, wie es einen Grund dafür gab, dass ein Verein wie FC Sevilla Interesse an „Kuzi“ hatte.
Allerdings hätte auch Sebastian Rudy hier mal eingesetzt werden können, da er nominell eigentlich im zentralen Mittelfeld zu Hause ist. Aber Babbel scheint ihn wohl lieber auf der linken Aussenbahn zu sehen. Nummer 6 für die Position ist im Übrigen Patrick Funk, der zu Beginn der Saison ebenfalls von der zweiten Mannschaft hochgestuft wurde. Er wird aber wohl diese Saison noch keine wirkliche Rolle spielen. Dementsprechend bekam er auch die Freigabe für die U 20-WM in Ägypten. Achja, und dann ist da ja noch Matthias Schwarz, der Transfer vom FC Ingolstadt, den niemand so wirklich einschätzen konnte und kann, der aber effektiv auch im defensiven Mittelfeld zu Hause ist.
Fazit: Auch hier reicht das Potential eigentlich für höhere Ansprüche, mit einem kleinen Fragezeichen hinter Kuzmanovic.

RECHTES OFFENSIVES MITTELFELD
Durch den Bandscheibenvorfall von Roberto Hilbert und die Ausleihe von Aliaksandr Hleb ergab sich für Timo Gebhart von links auf die rechte Mittelfeldseite zu rücken und dort konnte er sich mit überwiegend ansprechenden Leistungen recht schnell etablieren und wird dadurch vermutlich Hilbert, der eineinhalb bis zwei eher schwache Jahre hinter sich hat, erst einmal verdrängen können. Klar, Gebhart ist noch jung und manchmal etwas unbedarft in seinen Dribblings, aber gerade das schätze ich so sehr an ihm. Die Frage ist halt, ob das, gerade mit einem mäßigen Hilbert in der Hinterhand, für Spiele in der Champions League wirklich ausreicht. Aber Gebhart traue ich den Mumm zu, diese Drucksituation zu überstehen und auch die Qualität, um dort auf sportlicher Ebene zu bestehen.
Eine weitere Option für diese Position soll übrigens Kuzmanovic sein, der hier aufgrund seiner Flankenstärke spielen könnte. Kann ich nicht beurteilen, werden wir dann sehen.
Fazit: Das ROM ist weiterhin noch eine der kritischeren Positionen, zumal die Abstimmung zwischen Sturm und offensivem Mittelfeld bis dato noch nicht wirklich funktionierte, was mit der Hauptgrund für die bisherige relative Torarmut ist. Potential ist unstrittig vorhanden.

LINKES OFFENSIVES MITTELFELD
Keine Frage, das war der Königstransfer der abgelaufenen Sommerpause: Die Rückholausleihe Aliaksandr Hlebs, der beim FC Barcelona nur ein Bankdasein fristete. Seine überragenden Fähigkeiten sind unbestritten – aber ebenso wohl auch sein eher mangelhafter Fitnesszustand bei der Rückkehr. Vielleicht auch deswegen fehlt ihm zudem noch etwas die Bindung ans Spiel des Teams. Klar, er ist ein Spieler der den Unterschied machen kann und hat dies im ersten Spiel gegen Timisoara schon unter Beweis gestellt, mit einem absoluten Sahnetor. Das war aber bislang auch sein einziger wirklich genialer Streich. Nur auch seine Pässe und Flanken finden bislang zu selten den Mitspieler, der nur noch einzunetzen braucht – im Prinzip ähnlich wie auf der rechten Seite. Ich bin aber optimistisch, dass die zwei Wochen Training während der Länderspielpause sehr dabei helfen werden, hier nachzuhelfen.
Sein erster Back-Up ist Sebastian Rudy, den Babbel wie erwähnt bevorzugt auf dieser Position einsetzt und der auch einen guten Eindruck hinterlässt und auch von den Kollegen, z.B. von Ludovic Magnin, als größtes Talent im Kader gesehen wird. Er muss sich allerdings auf höchstem Niveau erst noch beweisen, nachdem ihm im letzten Jahr aufgrund einer langwierigen Verletzung Einsätze in der Rückrunde verwehrt blieben.
Dahinter bietet der Kader noch einen Spieler, der auf der LOM-Position zu Hause ist, den ebenfalls erst 19jährigen Daniel Didavi, der allerdings wohl erst mal noch keine großen Chancen auf Einsätze hat, da Babbel auf dieser Position auch immer wieder den Spielern Einsatzmöglichkeiten gibt, die ihre Stärken eigentlich auf einer anderen Position haben – namentlich Elson und Simak.
Fazit: Mit Hleb ist diese Position wohl die in der Spitze am stärksten besetzte im ganzen Kader, allerdings bleiben Fragezeichen, was die Qualität angeht, falls der Weißrusse mal ersetzt werden muss.

ZENTRALES OFFENSIVES MITTELFELD
Stimmt, diese Position ist eigentlich nicht im von Babbel präferierten System mit Doppelsechs vorhanden – und doch haben wir eigentlich drei Spieler im Kader, die auf dieser Position beheimatet sind. Drei Spieler, die man wohl auch unter dem etwas despektierlichen Begriff „Resterampe“ zusammenfassen könnte. Die beiden 30jährigen Bastürk und Simak sind dabei allerdings auf dem Abstellgleis, während Elson durchaus seine Möglichkeiten auf Einsätze hat und auch bekommt. Bastürk werden wir, wenn nichts wirklich unvorhergesehenes passiert, wohl kaum jemals wieder bei einem Pflichtspieleinsatz auf dem Platz sehen. Es gab wohl kaum jemanden, der irgendwas mit dem VfB zu tun hat, der sich nicht wünschte, dass dieses unglückliche Kapitel in diesem Sommer ein Ende gefunden hätte – aber der Wechsel zu Besiktas kam eben nicht zustande. Auch Simak hätte gehen können, weniger aus Verbitterung über Nichtleistung, sondern wohl eher, weil ihm Elson den Rang abgelaufen hatte, auf einer Position, die ohnehin selten vorkommt im Stuttgarter Spiel. Aber in Hannover nutzte man Simak lieber für billige Ablenkungsmanöver von internen Querelen.
Elson hingegen ist derjenige aus dem Trio, der (mit Abstand) am nächsten an der Startelf dran ist, nicht zuletzt dank seines Galaauftritts als Einwechselspieler gegen Freiburg. Nur hat eben auch er den Nachteil, dass für ihn im System eigentlich kein Platz ist, so dass er sich, wenn dann, meist auf der linken Seite wiederfindet. Und das wird durch die Verpflichtung Kuzmanovics nicht besser…
Fazit: Einziger ernsthafter Kandidat ist Elson und er ist unter den derzeitigen Voraussetzungen eben nur eine Alternative. Aber eine Alternative, die Schwung reinbringen kann und manchmal sogar Spiele entscheiden (was aber bislang leider nur alle 6 Monate der Fall war).

STURM
Wäre nicht die doch recht spektakuläre Verpflichtung von Hleb gewesen, dann hätte sich wohl alles nur auf diese Position konzentriert, ging es doch schließlich um die Nachfolge von Mario Gomez. Und es war ja auch schon eine viel zu lange und viel zu breit ausgetretene Suche gewesen, so dass man nachher beinahe schon froh war, dass überhaupt irgendjemand verpflichtet wurde.
Pawel Pogrebnyak ist es dann geworden, seines Zeichens UEFA Cup Torschützenkönig, womit er auf jeden grundsätzlich eine gewisse internationale Klasse besitzen muss – die allerdings bisher noch nicht ganz durchgeschlagen ist. Aber das kann noch werden. Sein prinzipiell gesetzter Nebenmann Cacau hat mit Sicherheit ein sehr gutes Bundesliganiveau als mitarbeitender, unterstützender Stürmer – steckt allerdings momentan irgendwie noch in einem Loch. Hinter dieser ersten Sturmreihe stehen zwei Spieler mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen: Die neue Nummer 3 ist Julian Schieber und mit 19 Jahren ein weiteres sehr hoffnungsvolles Talent, das schon einige sehr gute Eindrücke hinterlassen konnte. Der andere ist mit Ciprian Marica der lange Zeit teuerste Einkauf aller Zeiten des VfB gewesen – diese Bürde ist er zwar jetzt los, aber so richtig warm geworden ist er beim VfB und sind wir Fans mit ihm nie wirklich. Er rackert und ackert eigentlich schon immer, aber ist auch immer wieder sehr glücklos in seinen Aktionen. Was man immer wieder schnell vergisst, ist halt, dass auch er erst 23 Jahre alt ist und durchaus noch Potential hat. Er sollte es nur in diesem Jahr mal abrufen…
Fazit: Potential hat der Sturm, aber es müssen alle Topleistungen abrufen, um wirklich internationales Niveau leisten zu können, sonst reicht es nur für die Bundesliga.

Kurzum: Ich bin sehr skeptisch was unsere Besetzung auf der Linksverteidigerposition angeht, zudem stehen mehr oder weniger große Fragezeichen hinter dem Sturm und dem rechten offensiven Mittelfeld.
Grundsätzlich ist der Kader zudem etwas sehr mittelfeldlastig zusammengestellt, während einzelne Positionen teilweise etwas dünn besetzt erscheinen – gerade im Zusammenhang mit der von Babbel ausgerufenen Rotation. Ob es für große Würfe in dieser Saison reichen wird? Keine Ahnung, ich bin aber ganz frohen Mutes, dass wir auch in diesem Jahr wieder im Kampf ums internationale Geschäft dabei sein. Und mit etwas Glück und Leidenschaft sollte zudem das Achtelfinale der Champions League drin sein – alles weitere und höhere wird davon abhängig sein, wie sich die Mannschaft findet und ob sie zusammenwächst.

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4 Antworten to “Im Zeichen der Rotation”

  1. heinzkamke September 4, 2009 um 11:54 am #

    Sehr schöne Fleißarbeit (was nicht mal ansatzweise despektierlich klingen soll), der ich erwartungsgemäß nahezu uneingeschränkt zustimme. Dennoch ein paar Anmerkungen.

    Genau wie Du sehe ich, wie vielfach diskutiert, hinten links die kritischste Position, und weiß auch, dass dort die richtig guten Alternativen nicht auf Bäumen wachsen. Die Maßnahme, einen Rechtsfuß dorthin zu stellen, sagt mir grundsätzlich allerdings noch weniger zu als die Lösung mit Magnin oder Boka. Zumal ich mir von Celozzi mittelfristig mehr erhoffe als von Träsch. Fazit: der Lude muss es richten.

    Schwarz und Didavi habe ich kürzlich bei den Amateuren gesehen. Schwarz spielte im rechten Mittelfeld, Didavi zentraler. Aufgedrängt haben sich beide nicht. Schwarz hatte lediglich in der ersten Hälfte ein paar gute, dynamische Szenen, Didavi war ballsicher, hat das Spiel aber häufig verschleppt.

    Kuzmanovic kenne ich auch nicht, was mir indes aufgefallen ist: wo immer ich über seine Stärken gelesen habe, fiel nie das Attribut „schnell“ – was zumindest vordergründig Zweifel an der Eignung als Flankengot aufkommen lässt (ja, Kaffeesatzleserei). Wobei ich Gebhart und Hilbert für eine Besetzung halte, die zumidneste in der Bundesliga zu den besseren zählt – wenn Hilbert altes Niveau erreicht, sogar zu den besten.

    Der Sturm macht mir auch ein wenig Sorgen. Pogrebnyak gefällt durchaus, wird aber kaum an Gomez‘ Torquote und Präsenz heranreichen können. Daher wäre es nötig, dass der zweite Mann im Vergleich zum Vorjahr eine Schippe drauflegt – was ich so bisher noch nicht erkennen kann, auch wenn Schieber immerhin sein erstes Tor erzielt hat. Hier ist neben der linken Außenbahn die zweite Stelle, wo ich über die Personalpolitik nicht gänzlich glücklich bin (und natürlich mit dem Verbleib von Bastürk und evtl. SImak, klar).

  2. hirngabel September 4, 2009 um 12:34 pm #

    Danke für das Lob mit der Fleißarbeit. Kann das, denke ich, schon gut einschätzen. =)
    Für die Länderspielpause fand ich das aber mal ein passendes Thema, da ja nun wirklich mal final feststeht, wie der tatsächliche Kader ausschaut. Und zudem hatte ich mir eine Saisonvorschau im Juli/August ja schon gespart, was hiermit quasi nachgeholt ist.

    HINTEN LINKS:
    Ich bin ja persönlich der Meinung, dass es völlig wurscht ist, ob jemand Links-, Rechts- oder Mittelfuß ist. Wichtig ist, dass jemand Fußball spielen kann und das taktische Verständnis für seine Position hat bzw. vor allem das Stellungsspiel drauf hat. Ob dies bei Celozzi für Links der Fall ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke, dass es angesichts des eher übersichtlichen Leistungsniveaus der beiden Stammspieler definitiv einen Versuch wert ist. Wenn es nicht klappt, kann man immer noch den Lude einsetzen.

    MITTELFELD:
    Interessant, bei tm.de war Didavi als LM gelistet und Schwarz eben auf der Doppelsechs. Darauf habe ich mich einfach mal verlassen. Schade jedenfalls, dass sie keinen besseren Eindruck hinterlassen haben bei Dir.
    Auch bei Kuzi habe ich mich voll und ganz auf das verlassen, was ich so Second Hand über ihn gelesen habe und da war eben, ich glaube bei spox, davon die Rede, dass er aufgrund starker Flanken auch eine Option für die rechte Seite wäre. Das mit der Schnelligkeit hatte ich bislang nicht beachtet, aber interessant… Die Abwesenheit von wirklich schnellen Spielern im MF ist ja ein Thema, das wir schon mal ausdiskutiert hatten. Wobei wir da grundsätzlich mit Hleb und Gebhart mittlerweile ganz brauchbar aufgestellt sind und auch Khedira durchaus ordentlich Tempo aufnehmen kann. Lediglich Hitz fällt da in der ersten Besetzung etwas ab – was ich aber dann verschmerzbar finde, zumal er das mit gutem Auge wettmachen kann.
    Ja, POTENTIELL haben wir eine rechte Aussenbahn, die in der Bundesliga zu den besseren zählt – mein Fragezeichen bezog sich nur eben darauf, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob dies auch konstant abgerufen werden kann. Gebhart ist halt noch sehr jung und verspielt, während Hilbert seiner Top-Form schon sehr lange hinterher hinkt (so sehr ich ihn auch schätze).

    STURM
    Ja, man hätte noch was machen können/dürfen/sollen vielleicht sogar müssen. Aber ich bin auch der Meinung, dass man der jetzigen Besetzung noch etwas Zeit geben sollte, sich zu finden. Abgesehen davon, dass Cacau mir ein wenig schwächelnd erscheint, denke ich, dass das Hauptproblem derzeit in der fehlenden Anknüpfung zum Mittelfeld sieht. Das spiegelt sich ja auch darin wider, dass Pogo (oder auch Cacau und Marica) dauernd im Bereich der Mittellinie zu finden ist, um die Bälle schon dort abzuholen. Wenn da aus dem Mittelfeld mehr kommt, dann werden auch unsere Stürmer ihre Tore erzielen.
    Auf Schiebers Entwicklung in dieser Saison bin ich jedenfalls sehr gespannt. Die Erwartungen/Hoffnungen, die von den Fans in ihn projiziert werden, erscheinen mir schon recht groß. Aber er machte bislang durchaus einen couragierten und engagierten Eindruck, wann immer er spielte – das macht mich recht optimistisch.
    Und im Zweifelsfall müssen wir dann halt in der Winterpause nachlegen – die Rückrunde ist ja traditionell unsere stärkere Saisonhälfte. =)

    Ja, der nicht stattgefundene Verkauf von Bastürk ist einfach ein großes Ärgernis. Wobei es mir tatsächlich so erscheint, dass dem Verein ein wenig die Hände gebunden sind, da Bastürk (im Wissen um seine Verletzungshistorie und seines Alters) wohl lieber seinen Vertrag aussitzt. Das ist zwar für uns Fans mehr als frustrierend, aber menschlich doch auch ein Stück weit nachvollziehbar.
    Der Fehler lag halt bei der Erstellung des hochdotierten Vertrags – muss man im Nachhinein halt sagen.

  3. heinzkamke September 4, 2009 um 2:00 pm #

    wenn Du so ausführlich antwortest, muss ich natürlich auch nochmal kurz 😉

    Mir ist es schon wichtig, dass die Leute auf den Außenbahnen in der Lage sind, den Ball in der Vorwärtsbewegung mit dem „richtigen“ Fuß zur Mitte zu spielen – aber das kann an meiner antiquierten Vorstellung von Fußball liegen, die Bayern packen das ja bei ihren Außenstürmern ja auch grade genau andersherum an.

    Bei Didavi hatte ich auch von einem ehemaligen Jugendtrainer gehört, dass er seine Stärken schon in der Zentrale habe, bei Schwarz war ich auch überrascht ob der Position. Und bei Kuzmanovic habe ich, wei oben gesagt, wirklich nur im Kaffeesatz gelesen.

    Im Sturm zähle ich sicher auch zu denen, die (zu?) viel von Schieber erwarten – schließlich wüsste auch ich nicht, dass er seit Jahr und Tag unfassbar gute Quoten erbracht hätte, die ihn jetzt auf Anhieb zum Kandidaten für die Torjägerkanone machen würden. Aber man wünscht und hofft halt…

    Bastürk: ganz klar, aus seiner Perspektive verhält er sich rational. Es liegt mir fern, ihn dafür zu kritisieren.

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