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Ar-beits-sieg! Ar-beits-sieg!

28 Feb

Berufsbedingt konnte ich das gestrige Duell mit den Frankfurtern leider nicht live anschauen, lediglich die letzten rund 15 Minuten konnte ich die ARD-Radiokonferenz noch verfolgen – und da war das Spiel ja dann im Grunde schon gegessen.

Dementsprechend gibt es heute mal keine detaillierte Spielbeschreibung, dafür empfehle ich dann die bewährten Stadiongänger, die rechts in der Liste verlinkt sind.

Nichtsdestotrotz kann ich, basierend auf den Zweiterhand-Eindrücken, sicherlich guten Gewissens, das Fazit ziehen, dass man alles in allem am gestrigen Samstag nicht unbedingt die bessere sondern etwas glücklichere Mannschaft war und so am Ende als Sieger vom Platz gehen konnte.

Durchaus positiv stimmt mich daher weniger WIE wir das Spiel gewonnen haben, sondern die Tatsache, DASS wir es gewonnen haben. So kurz nach der Gala gegen Barcelona ist es ja bekanntermaßen oftmals schwierig den Schalter umzulegen, was man den diversen Berichten nach zu urteilen, wohl auch gesehen hat. Umso wichtiger dann eben, dass dennoch der Sieg gegen einen zumindest momentan direkten Konkurrenten gelang.

Bedanken dürfen wir uns dabei natürlich in erster Linie bei Cacau, der irgendwann in seiner Verletzungspause den goldenen Gomez gefunden zu haben scheint. Zumindest ist er derzeit der Mann, der eben für die Tore sorgt, selbst dann wenn sonst nicht viel geht, wie es gestern der Fall war. Gerade das zweite Tor machst Du halt auch wirklich nur, wenn Du das Selbstvertrauen eines Stürmers hast, der in der Woche vorher schon in zwei anderen Spielen traf, davon einmal sogar vierfach.

Zwei Sachen, die mir ansonsten noch direkt zum Spiel einfallen: „Schön“, dass wir den alten Celozzi wieder haben… Hatte ich mich am Mittwoch noch gefreut, wie exzellent er gegen die Barca-Offensivkünstler aussah, war er gestern wieder der altbekannte Schwachpunkt in der Viererkette.
Ganz gut gefallen hat mir in den paar Ausschnitten, die ich sah, Timo Gebhart, auch wenn er eben immer noch ab und an die falschen Entscheidungen trifft, wie der Kommentator bei „Bundesliga Pur“ sehr treffend bemerkte.

Sehr wichtig war der Sieg natürlich auch vor allem deshalb, weil uns in der derzeitigen Phase der Saison und bei dem derzeitigen Tabellenstand nur noch drei Sachen weiterhelfen: Siege, Siege und Siege.

Wie letzte Woche schon prognostiziert lief der Spieltag ziemlich optimal für uns, durch direkte Duelle der unmittelbaren Tabellennachbarschaft (Mainz vs. Bremen) bzw. Spiele der EL-Platzhalter gegen zwei Top3-Teams, die dann erwartetermaßen Niederlagen kassieren. Damit ist dank des gestrigen Sieges tatsächlich der Rückstand auf Hamburg und Dortmund auf 6 bzw. 5 Punkte geschrumpft, was man zwar noch nicht als in Reich- aber doch schon in Sichtweite bezeichnen könnte.

Besondere Bedeutung hat dann also auch schon wieder das Spiel am kommenden Samstag bei Werder Bremen, die derzeit mit 4 Punkten Vorsprung zwei Plätze vor uns liegen – ganz so wie die Frankfurter vor diesem Spieltag. Das wird sicherlich die nächste echte Nagelprobe, auch wenn die Bremer gestern ebenfalls nicht unbedingt überzeugt haben, sondern vorwiegend von Baback Rafati profitiert haben.

Das positive bei Werder Bremen ist auf jeden Fall schon mal, dass bei ihnen nicht Ruud van Nistelrooy auf der Bank sitzt, sondern Hugo Almeida.

Auch Frankfurt könnte sehr wahrscheinlich für uns spielen, da sie mit Schalke einen mehr als zähen Gegner haben, den sie vermutlich nicht bezwingen können werden. Aber auf Dortmund und HSV wird es schwierig weiter Punkte gut zu machen, da mit Mönchengladbach und vor allem Hertha nicht gerade Heimspielaufgaben warten, die derzeit Angst und Schrecken verbreiten.

Aber, so oder so, müssen wir natürlich erst einmal unsere eigenen Hausaufgaben machen und Bremen schlagen. Eine zweite Niederlage nach dem Hamburg-Spiel gegen einen mehr oder minder direkten Konkurrenten können wir uns eigentlich definitiv nicht leisten, wenn wir nach oben noch was ausrichten wollen. Wobei ich andererseits ja schon nach dem HSV-Spiel die Ambitionen nach oben abgehakt hatte…

Zu guter letzt noch ein Wort zu Aliaksandr Hleb:

Seufz.