Kirsche vs. Ulle

4 Nov

Ich mag unsere Torhüter, auch der dritte Torwart ist mir sehr sympathisch.

Ulle (Sven Ulreich) eine hohe Identifikationsfigur im Verein und immer professionell bei der Sache. Kirsche (Thorsten Kirschbaum) ein Würzburger und ein absoluter Sportler. Beide wirken in Äußerungen wie Auftreten als sehr positive Vorbilder.

Ulle hat dabei eine Vorgeschichte – mit Armin Veh!

2008, das Jahr nach der Meisterschaft, es ächzt und kracht in der Mannschaft, Veh will einen neuen Impuls setzen und wechselt den Torwart. Die bisherige Nr, 1, Raphael Schäfer, der Neuzugang nach dem Abgang Hildebrands nach Spanien, muss auf die Bank. Nicht verwunderlich, verlor er leider seinen Fanrückhalt im Jahr davor im Pokalfinale, als er für Cacau die rote Karte forderte und diese auch gezogen wurde und damit den Pokalfinalsieg des Clubs möglich machte. Ulle macht seine Sache gut, aber wirkt auch nervös und kann beim Mitspielen keine Akzente setzen. Das ist auch der Grund, warum Veh wieder wechselt, nachdem sich die Fehler häuften.

Ähnlich erwischt es ihn nun wieder. Ulle hat sich seit der Verpflichtung von Andreas Menger, einem der renommiertesten Torwarttrainer deutschlandweit, deutlich verbessert, aber die Abstöße, das Mitspielen, die Abwürfe und die hohen Bälle zeigen keinen Trend nach oben. Nach Unsicherheiten und dem unterlaufenen Ball im Spiel in Dortmund reicht es Veh, er setzt auf Kirsche. Ulle rückt ins zweite Glied, verhält sich professionell und arbeitet verstärkt.

Kirsche selbst hat einige Stationen bereits hinter sich und qualifizierte sich als stärkster Zweitligatorwart für den Kader des VfB. Sicher in den beiden ersten Spielen gibt er das Vertrauen an Veh zurück, aber seit drei Spielen häufen sich die Fehler. Muss er wieder auf die Bank?

Nun hat Veh zwei verunsicherte Torhüter. Was soll er machen? Mit unseren Goalkeepern hat er in Stuttgart einfach kein Glück. Psychologisch gesehen ist es eine Zwickmühle: Wie lang soll ein Vertrauen halten, wenn er beide bereits einmal auf die Bank gesetzt hat? Redet er wieder Ulle stark und schiebt es auf seine Schulterverletzung? Oder Kirsche eine letzte Chance, aber wie nutzt man die, wenn man weiß, ein falscher Ball und die Bank – und auch weiter gedacht, wohl erst einmal auf längere Zeit die letzte Chance..

P.S. Als Fan muss ich noch verweisen, dass ich mit Ulle das bisher geilste VfB-Spiel erlebt habe, am 27.02.2011 in Frankfurt beim 0:2, als Ulle alles gehalten hat, genial!

P.P.S. Hier der Bericht des Kickers.

4 Antworten to “Kirsche vs. Ulle”

  1. xsehu November 5, 2014 um 12:25 pm #

    Ulreich ist der bessere Keeper und wird mittelfristig ins Tor zurückkehren

    meiner Meinung nach war der Torwartwechsel damals keine Entscheidung gegen Ulreich, sondern eine für Kirschbaum, von daher sehe ich nicht, wieso eine Rückkehr ein großes Problem darstellen soll

    Kirschbaum hat seine Chance bekommen, dabei die selben Schwächen gezeigt, die auch Ulle besitzt, ohne aber über die selbe Klasse auf der Linie zu verfügen. Ein, zwei Spiele zur Bewährungsprobe kann er noch bekommen, wenn bis dahin aber kein krasser Formanstieg bemerkbar ist, ist in meinen Augen ein erneuter TW-Wechsel unabdingbar und Kirschbaum muss sich eine weitere Chance so über das Training erarbeiten, wie es aktuell Ulreich tut

  2. greifenklaue November 6, 2014 um 11:36 am #

    Ich bin zu Zeiten Eike Immels Fan vom VfB geworden. Was gab es auch danach für große Namen? Wohlfahrt, Hildebrand, Lehmann – auch Ebbo Trautner als legendärer Ersatzkeeper (und Torwarttrainer). Vielleicht schafft es ja einer der beiden, sich dort einzureihen – wünschenswert wäre es!

    • dirk1991 November 6, 2014 um 3:06 pm #

      Das waren tolle Zeiten, besonders Wohlfahrt war eine Nummer für sich:) Mit Lehmann konnte ich noch nie.. Armer Eike, was der heutzutage machen muss.

  3. abiszet November 10, 2014 um 5:07 pm #

    Wenn es zu einem erneuten Torhüetrwechsel kommt – dann zur Rückrunde. Wenn Ulle nicht vorher die Biege macht, das eine oder andere Gerücht macht schon die Runde (RB Leipzig?).

    Aber mal ehrlich: Der Keeper ist im Moment ein kleines Problem. Eine Verteidigung, die extrem peinlich ist. Torchancen, die nicht genutzt werden. Keine funktionierende Hierarchie im Team. Ein grantiger Trainer, der viel probiert und man meint zu spüren, dass die Mannschaft sich fragt: „Was hat der Alte jetzt schon wieder vor?“

    „Sorglos durch die Nacht“ habe ich das drüben bei uns genannt (inkl. fiktive Unterhaltung zwischen Bruno und Fredi), denn ich befürchte auch auf Platz 18 haben noch nicht alle begriffen, um was es geht.

    Den typischen Ablauf einer VfB-Krise kann man nun wieder beachten: Der Trainer wird bereits kritisiert, nur wer soll einen neuen finden? Der VfB hat bald nichts mehr: Kein Manager, keine funktionierende Mannschaft, keinen überzeugten Trainer, keinen souveränen Präsidenten.

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