Trainee-Programm

29 Apr

Wer soll nächste Saison die Coaching-Zone ausfüllen und die Verantwortung über den Kader übernehmen?

Der propagierte Jugendwahn – natürlich werbewirksam in Szene gesetzt (ist spannend, wie das bei der Hauptversammlung medial aufbereitet wird) und natürlich richtig so, da dies einfach bei jedem Fan ankommt, wenn die Mannschaft aus dem Stuttgarter Kessel und Umland kommt (in Barcelona lief in der Saison 2012/2013 das Team einmal mit 11 Spielern aus dem eigenen Jugendzentrum La Masia auf!) – soll fortgesetzt werden.

Nur, unter welcher Ägide? Der letzte, der dies ab 2001 vorbildlich aufbaute, war der in Wolfsburg und Schalke verschriene Masseneinkäufer Felix Magath, aus Not in Stuttgart zum Jugenddompteur mutiert (erste Einwechslung von Mario Gomez!). Ab dieser Personalie war es erst wieder Thomas Schneider, der sich das engagierte Fördern der Jugend auf die Fahnen schrieb (wobei die Fußnote erlaubt sei, dass ein Timo Werner vom hübschen Bruno das erste Mal eingewechselt wurde). Oder kann sich noch jemand an einen Trapattoni erinnern, der auf alte Dänen setzte..

Verdienste hat sich Stevens in der kurzen Zeit bereits erworben und die Mannschaft steht deutlich stabiler als zuvor, nur murren bereits jetzt die Ersten, die seinen Spielstil zu erlebnisarm bezeichnen und gerne den vielbeschworenen Offensivfußball zelebriert sehen wollen. Hier ist bereits die Kritik angelegt, die später einmal zum Tragen kommen würde. Man bedenke aber in diesem Zusammenhang, dass eine Defensivtaktik wie bei Chelsea hässlich aussieht, aber leider auch in den letzten Jahren sehr erfolgreich war. Also, warum nicht einen Fährmann nehmen, der das Schiff nach dieser Chaossaison in ruhige Gewässer führt und langsam aufbaut? Ich sehe keinen Grund, was dagegen sprechen sollte.

Oder soll man das Ruder rumreißen und einen jungen, aufstrebenden Trainer holen, der den „Stuttgarter Weg“, wie ihn auch Bernd Wahler propagiert, mit neuem Leben einhaucht? Nur, wer steht dafür zur Verfügung und hat bereits genug Erfahrung, dass das Unternehmen glückt? Marc Kienle (wobei sein Abschied kein schöner war)? Wiesinger (zu erfolglos)? … Mir fehlt die Fantasie, hier einen perfekten Kandidaten zu benennen.

Also doch einen erfahrenen Trainer wie Rangnick? Er setzt auf die Jugend und kann etwas aufbauen (man fahre nach Sinsheim und schaue es sich an). Aber ist er von Red Bull loslösbar?

Wie wäre es denn – und hier kommt mein Geheimtipp – mit Geertjan Verbeek? Er hinterließ einen positiven Eindruck, steht auf Offensivfußball und kann etwas aufbauen, besonders mit jungen Spielern. Erfahren genug ist er zudem und von seiner Biographie eine sehr interessante Persönlichkeit.

Daher, wenn Stevens nicht will oder sich der VfB dagegen entscheidet (was sehr schade wäre), dann machen wir weiter mit einem weiteren schillernden Holländer:)

 

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