App-es Neues

21 Sep

Der „Mein-VfB“-App war der erste App, für den ich Geld gezahlt habe.
Ja, wahrscheinlich gehöre ich auch zu den Personen, laut Studie, bei denen, wenn sie ein Applezeichen sehen, dieselbe Gehirnregion aufleuchtet, die bei anderen Menschen den Bereich der Gläubigkeit markiert. Da fand ich es echt eine tolle Idee von den Stuttgarter Zeitungen, einen VfB-App zu kreieren, den ich nun besitze. App-solut app-gefahrene Idee!
Und der App lohnt sich. Ich kann täglich die Sportseiten der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten einsehen, darüber hinaus habe ich noch einen Live-Ticker und weitere Daten (Kader, Stadion, Verein) zu meinem Lieblingsverein.
Aber bisher gibt es noch Dinge, die mich stören (ja, da kann ich meine tauberfränkische Herkunft nicht verleugnen).
Aus technischer Sicht dauert es im Smartphonezeitalter eine Ewigkeit, bis der App geladen ist. Teilweise finden sich tagelang keine neuen Bericht. Dann sind sie verschoben oder falsch dargestellt. Hier sollte unbedingt noch an der Übertragung und der Darstellung gearbeitet werden, ansonsten wird diese Warterei zu eine nervigen Angelegenheit.
Wenn man täglich die Berichte – und eine Zeitung ist ja dazu angehalten, in ihrem Sportteil täglich über den Lokalverein zu berichten – über den VfB liest, stellt man Muster fest, die etwas opportunistisch riechen: Die vermeintliche Krise wie der vermeintliche Aufschwung werden medial von den Sportredaktionen befeuert, ohne dass ein eigener Standpunkt klar markiert wird. Beispielsweise wurde nach dem ersten Spieltag von der StZ schon fast wieder alles in den Himmel gelobt, während nach der Niederlage gegen Hertha alte Schreckensbilder an die Wand gemalt wurden und Berichte verfasst werden, inwieweit die Vorsaison sich wiederhole.
Ein ständiges Auf und Ab, das durch jedes Ergebnis neu angefacht wurde, egal, ob die Richtung jetzt nach unten oder nach oben zeigte. Dadurch werden diese Berichte beliebig. Klar ist festzuhalten, dass ein Redakteur täglich ein Bericht rund um den VfB verfassen muss, aber dabei immer nur nach dem berühmten Fähnlein im Wind zu wehen, ist doch etwas zu einfach. Und die ewige Mär von dem Bauen auf die Jugend, so wie es die StZ gebetsmühlenartig vorbringt, ist mir zu kurz gedacht, jedes Interview zielt auf die Lippenbekenntnisse für die Jugend, bringt aber keinen Standpunkt mehr in eigener Sache. Schlägt man die Süddeutsche wiederum auf, ist man happy über die gelieferte Hintergrundinfo, hier wurde ich beispielsweise über Lenos Zukunftspläne deutlich besser informiert als in der StZ. Fredi Bobic sei in einer Zwickmühle gefangen, die ihm in dieser Torwartfrage praktisch nachts kein Auge mehr zumachen lasse, während die SZ lapidar feststellte, dass Leno ab 1. Januar wieder beim VfB sei und Bayer überhaupt nicht jeden Tag um ihn buhle.
Alles in allem würde ich mir mehr Gedankengänge bei der StZ wünschen, inhaltlich wie in technischer Hinsicht. Ansonsten kann ich den VfB-App nur empfehlen.
Und bevor ich mich jetzt noch über den leserunfreundlichen Kicker-App aufrege, ende ich hier lieber mit meinem fränkischen Ton;)

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