Bundesliga 09/10, ST10: Hannover 96.

26 Okt

Ach Leute, wenn ich ehrlich sein soll, dann hab ich gerade echt überhaupt keinen Bock, mich großartig in schriftlicher Form mit dem Auftreten des VfB auseinanderzusetzen. Weil, im Grunde lässt sich das, was sich da momentan auf den Fußballplätzen in Stuttgart, Hannover oder sonstwo unter Beteiligung der Mannen im Brustring abspielt, ganz einfach mit den weisen Worten des Großmeisters Andreas Brehme zusammenfassen:

„Haste Scheisse am Fuß, dann haste Scheisse am Fuß!“

Aber nun ja, als Besitzer eines vereinsbezogenen Blogs darf man sich natürlich nicht einfach so aus der Verantwortung stehlen und nur bloggen, wenn alles supidupi ist.

Problem ist nur: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was ich wirklich schreiben soll. Denn wenn man vor allem die letzten drei Auftritte gegen Schalke, Sevilla und Hannover anschaut, dann weiß ich nicht so recht, wo ich mit der Kritik ernsthaft ansetzen soll. Schließlich sind die Leistungen eigentlich sehr ansprechend. Ganz im Gegensatz zur Situation vor rund einem Jahr, die dann zur Entlassung von Veh geführt hat, merkt man schon deutlich, dass die Mannschaft lebt. Es wird gekämpft, Chancen werden erspielt (10:2 Torschüsse in der ersten Hälfte gegen Sevilla) und grundsätzlich ist man im Spiel immer drin.

Nur ist dann dort dieses fiese, fette, haarige, stinkige ABER, das mit seiner häßlichen zahnlosen Visage um die Ecke grient und mit Begriffen um sich schmeisst, die einem mit der Subtilität eines rostigen Messers das Kochenmark aus der Wirbelsäule schälen:

Individuelle Abwehrfehler

Grottige Chancenverwertung

Fehlerhafte Abseitsentscheidungen

Die Frage stellt sich natürlich, wie sich dies ändern kann.
Im letzten Herbst war die Antwort irgendwann relativ einfach: Trainerwechsel und frischer Wind. Schließlich drohte das ganze Team damals an der eigenen Zähigkeit zu ersticken und benötigte einfach einen Weckimpuls, den Babbel damals geben konnte.

Dieses Jahr ist es aber eben anders, denn wie es scheint, erreicht Babbel die Mannschaft tatsächlich noch (wenn mir diese beliebte Floskel gestattet ist), so dass es mir momentan nicht als probate Lösung erscheint, den Trainerwechsel zu suchen. Die individuellen Abwehrfehler und die mangelhafte Chancenverwertung sind sicherlich bis zu einem gewissen Grad auch Babbel bzw. dem Trainerteam anzulasten, mit der Entscheidung, das Team regelmäßig auf vielen Positionen durchzuwechseln, so dass es länger dauert bis sich die Mannschaftsteile einspielen können und dadurch vielleicht auch unnötig zusätzliche Verunsicherung geschaffen wurde.

Aber auf der anderen Seite sind es eben die Spieler, die auf dem Platz stehen, und für individuelle Fehler in der Abwehr oder Versagen vor dem gegnerischen Tor voll verantwortlich sind. Und eigentlich haben es ja alle Spieler, die bislang auf dem Feld in dieser Saison standen und auf die eine oder andere Weise ins Klo gegriffen haben, schon bewiesen, dass sie es besser können.

Hinzu kommen dann jüngst natürlich noch äußerst unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, wie die gegebenen Tore für Hannover und Sevilla, die aus Abseitspositionen erzielt worden sind.

Momentan kralle ich mich irgendwie nur an die Hoffnung, dass der berühmte Scheissfloskelknoten irgendwann mal platzt, denn der Glaube ist eben noch da an das Team und die Trainer. Wenn sie wenigstens Scheisse spielen würden, dann könnte man wenigstens aufrichtig zornig sein, aber das „Schlimme“ ist ja, dass man eine deutliche Positiventwicklung im Spiel und im Kampf des Teams sehen kann – einzig die Ergebnisse fehlen. Und die sind leider das, was unter dem Strich relevant ist.

So stehen wir eben nach dem berühmten zehnten Spieltag, ab dem die Tabelle ja angeblich eine Aussagekraft besitzt, auf dem 14. Tabellenplatz, punktgleich mit einem Abstiegsrang. Ergo haben wir eine Krise.

Am Dienstag geht es nun gegen Fürth. Vielleicht kriegen wir da ja mal wieder ein Erfolgserlebnis.

Am Wochenende dann gegen die Bayern, die scheinbar keine Scheisse mehr am Fuß haben.

PS: Ich entschuldige mich für diesen unstrukturierten Beitrag.

4 Antworten to “Bundesliga 09/10, ST10: Hannover 96.”

  1. heinzkamke Oktober 26, 2009 um 9:30 am #

    Ich entschuldige mich für diesen unstrukturierten Beitrag.

    Lässt sich mit meiner gedanklichen Struktur grad ganz gut vereinbaren – ich springe seit Samstag von eimem Gedanken zum nächsten und wieder zurück und suche vergebens *den* Ansatz, der alles besser machen würde…

    gaaaanz miese Type übrigens, dieses ABER😉

  2. el pibe Oktober 26, 2009 um 10:13 am #

    ein ansatz noch: man hat deutlich gesehen, warum „hlebson“ nicht funktionieren kann. lag zum einen natürlich an einem erneut indisponierten weißrussen, der wenn überhaupt nach der WP von sportlicher relevanz für uns wird. unsere aktuelle taktische grundordnung jedoch (4-3-2-1), die grundsätzlich in unserer lage in ordnung ist, verträgt zwei solche identische spieler nicht. wir haben gegen in der mitte massiert stehende 96er permanent versucht, mit kleinklein durch die mitte zu kommen, flügelsspiel fand nicht statt. das brauchst du aber, um v.a. auswärts so nen gegner zu knacken. „hlebson“ aber blockieren sich, stellen sich gegenseitig lauf- und passwege zu, sind zu verspielt und ineffektiv. ferner führte diese „spielanlage“ in konsequenz dazu, dass auch die beiden AVs immer wieder in die mitte drängten. wir hatten über 90 minuten keine aktion, bei der mal einer bis zur grundlinie durchgeht, um dann mit nem pass in den rücken der abwehr deren grundordnung aufzureissen. ferner haben hlebson ihre hauptaufgabe, bei ballbesitz nach vorne reinszustossen um schieber anspielsationen oder alternativen zu bieten, nicht erfüllt. schieber war meist der einzige vorne, niemand rückte nach/auf. so geht es einfach nicht, nicht mit diesen 2 hinter dem centerstürmer.

    man hat wieder das gleiche phänomen gesehen, wie die 2 spiele zuvor auch: mehr ballbesitz, mehr ecken, mehr torschüsse – aber die zweikampfbilanz: 56/44% für h96. wir gewinnen weder die meisten, noch die wichtigen zweikämpfe, im tennis würde man sagen, wir machen die bigpoints nicht. und ballbesitz ist eben im heutigen spiel nicht mehr maßgebend. die effektivität ist es, man muss aus seinem ballbesitz schlicht mehr machen. womit wir bei der miserablen chancenverwertung sind. vor dem spiel gegen hannover hatten wir 42 großchancen (opta sport daten, nur bundesliga), davon haben wir 10 verwertet. nach dem h96 spiel sind es jetzt 51/10. das ist schlicht nicht bundesligareif. das ganze garniert mit individuellen fehlern, auch seit wochen eklatant, machst du einfach keinen stich. auch gegen harmlose 96er nicht.

    unsere zweitligafiliale hat auch verloren, trotz hoher feldüberlegenheit gegen rapolders konzeptfussballer. sie sind in einer ähnlichen lage wie wir, wenn sie auch in der tabelle besser stehen, da sie wenigstens ab und an resultate machen. mit hoher laufbereitschaft (v.a. ohne ball), kurzen kontaktzeiten und flügelspiel dürften wir weiterkommen…..hoffen wir das beste.

    schönen tach noch, el pibe

  3. Schwob Oktober 26, 2009 um 10:45 am #

    Durfte das Spiel live im Stadion verfolgen, und auch ich denke seit einigen Spielen, dass die Mannschaft echt nur noch ein richtiges Erfolgserlebnis braucht, damit die beiden Pfostenschüsse plötzlich wieder rein gehen und der Schiedsrichter das Abseits sieht. Und mir kommt auch immer noch die Wut über das Spiel hoch, wenn ich zurückdenke, wie schlecht Hannover war (2 Chancen, zweimal Abseits, einmal als Tor gegeben). Im eigenen Stadion…
    Positiv fand ich auch die Stimmung unter den Fans, keine Babbel-Raus-Rufe, sondern ständig anfeuern! Nicht einmal Hleb wurde bei der Auswechslung ausgepfiffen….

    In der festen Hoffnung, dass bald alles wieder gut wird!

Trackbacks/Pingbacks

  1. Zeitspiel « angedacht - Oktober 26, 2009

    […] was soll man zum Spiel sagen, wenn selbst der Brustring ratlos […]

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