Bundesliga 09/10, ST07: SG Eintrach Frankfurt.

27 Sep

Nachdem wir in der vergangenen Woche gegen die bis dahin sieglosen Kölner verloren hatten, war es ja eigentlich nur logisch, dass wir nun die bis dahin ungeschlagenen Frankfurter besiegen würden.

Gut, dass es so „leicht“ werden würde, wie es sich am Samstag dann tatsächlich darstellte, das konnte man natürlich nicht erwarten. Denn wer nur sich das Spiel nur oberflächlich anschaute, der hätte wohl eher vermutet, dass die Leute in den rot-schwarzen Trikots der VfB Stuttgart wären und nicht in den weißen Hemden. So verunsichert, leidenschaftslos und fehlerbehaftet traten nämlich zuletzt in der Regel unsere Schwaben auf und nicht die jeweiligen Gegner.

Doch Samstag war scheinbar irgendetwas anders, denn der VfB trat von Beginn an dominierend auf, behielt aber (sicherlich dank der frühen Tore) dieses Mal, im Gegensatz zu manch anderem Spiel, wie gegen Glasgow, das Heft des Handelns die kompletten 90 Minuten über in der Hand. Und das war sicherlich mit die erfreulichste Erkenntnis des Wochenendes – zumindest für uns VfB-Fans.

Erstaunlich war aber erstmal die erneut heftige Rotation, die Babbel bei der Aufstellung der Mannschaft vornahm. Angeblich wollte er dies ja eigentlich einstellen, damit sich die Mechanismen mal ein wenig besser einspielen können – doch das war wohl nur eine Ente, denn Babbel stellte dieses Mal gleich 6 neue Spieler im Vergleich zum Pokalspiel unter der Woche auf. Dabei am überraschendsten war sicherlich der Tausch des kompletten Sturmduos mit der Entscheidung zugunsten von Marica und Schieber – von denen vor allem letzterer natürlich einen sehr guten Tag erwischte. Im Mittelfeld bekam hingegen Kapitän Hitzlsperger mal wieder die Chance von Beginn an und lieferte eine seiner besten Saisonleistungen ab. Die Denkpause schien ihm sichtlich gut getan zu haben. Hoffentlich kann er dies aber auch in den kommenden Spielen bestätigen.
Und auch in der Abwehr setzte Babbel mit Celozzi statt dem zuletzt zwar grundsätzlich sehr brauchbaren, aber doch auch immer mal für einen Schnitzer gut gewesenen Träsch, auf das richtige Pferd.

Selbstverständlich muss man das positive Ergebnis natürlich ein Stück weit insofern relativieren, als dass uns einige Ereignisse sehr stark in die Hände spielten. Das begann natürlich mit teils krassen Aussetzern in der Frankfurter Defensive, die die beiden Tore von Schieber begünstigten und fand seinen Höhepunkt dann im sehr frühen und doch etwas harten Platzverweis für den Frankfurter Abwehrspieler Marco Russ. Mit noch knapp einer Stunde Restspielzeit, zwei Toren Rückstand und einem Spieler weniger, wurde es für die Hessen so natürlich extremst schwer, noch einmal ins Spiel zurück zu kommen.

Aber man muss auf der anderen Seite eben auch konstatieren, dass wir selbst in den letzten Spielen oft genug durch dumme Fehler Gegentore begünstigt haben, so dass es durchaus in Ordnung war, dass der VfB davon dieses Mal profitieren konnte. Zudem muss man dann eben auch herausstreichen, dass die Stuttgarter trotz der so bequem wirkenden Ausgangsposition nach 33 Minuten eben nicht haben locker gelassen und dadurch den Gegner ins Spiel zurück haben kommen lassen, wie es in anderen Spielen der Fall. Sondern man blieb am Drücker und legte es darauf an -wenngleich nicht über die komplette Restlaufzeit mit voller Kraft- den Torestand bis zum Ende zu erhöhen. Dass dies bis auf den Gewaltschuss von Hitzlsperger nach schöner Übersicht von Khedira nicht mehr klappte, ist vielleicht der einzige Wermutstropfen, den man an diesem Nachmittag aus sportlicher Hinsicht bei uns zu verzeichnen hatte. (Dem anderen „Wermutstropfen“ habe ich mich ja schon in einem anderen Eintrag gewidmet – Vollidioten)

Jedenfalls gibt das positive Auftreten vom Samstag nun Anlass zu etwas mehr Optimismus für die nähere Zukunft. Ich kann nur hoffen, dass sich das Team (im Grunde so wie vor einer Woche erwünscht) Selbstvertrauen aus den beiden Siegen gegen Lübeck und Frankfurt ziehen wird und mit breiter Brust am Dienstag die Rumänen in Urziceni schlagen wird. Denn auch das wird wieder ein sehr entscheidendes Spiel für das Abschneiden in der Champions League. Gewinnt man dort nicht, dann wird es nämlich extrem schwer, das Achtelfinale zu erreichen. Aber daran sollte man erst einmal keine Gedanken verschwenden, denn diesen Gegner muss man schlagen.

Gelingt dies, kann man zudem wiederum mit weiterem Auftrieb dann ins nächste, sehr wichtige Duell gegen Bremen gehen. Ein Sieg dort und dann wäre man auch in der Liga wieder halbwegs auf Kurs und endlich wieder in der oberen Hälfte der Tabelle.

Die „Krise“ jedenfalls ist erst einmal vertagt. Die Medienhyänen dürfen sich nun gen Dortmund und Berlin wenden.

PS: Schönes Debüt von Clemens Walch, der noch ein, zwei gute Aktionen zeigen durfte nach seiner Einwechslung.

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Eine Antwort to “Bundesliga 09/10, ST07: SG Eintrach Frankfurt.”

  1. heinzkamke September 28, 2009 um 3:49 pm #

    Tja, in Berlin können die Hyänen wohl bereits aasen.

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